20.03.2018 „Boom-Town“ Essen

GENO TALK beleuchtet Stadt-Perspektiven

Essen, 19. März 2018 – Die Stadt Essen boomt, so die einhellige Meinung der Podiumsgäste auf dem 22. GENO TALK am 12. März. Vor dem gut besetzten Forum der GENO BANK ESSEN diskutierten die Teilnehmer über das Thema „Essen international – neuer Schwung für die Metropole Ruhr“ und zeigten die zahlreichen laufenden und geplanten Projekte auf, die die Stadt Essen zu einer dynamischen Metropole machen. So zum Beispiel das eine Milliarde teure Projekt „Stadtteil Nr. 51“ der Thelen-Gruppe, das allein rund 1.800 neue Wohnungen vorsieht. Oder ein Projekt auf dem Weltkulturerbe Zollverein: Hier will der Berliner Investor Reinhard Müller mit einem Gründerzentrum weitere 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen.


Strategien für die Zukunft
Die Diskussionsteilnehmer waren sich einige, dass es noch eine Menge Herausforderungen zu meistern gilt. Da ist zum einen die Zukunft der Essener City vor dem Hintergrund des wachsenden Online-Shopping-Segments. Hier müsse die Stadt neue Marketingstrategien entwickeln, um die Kunden wieder in die Innenstadt zu bringen. Es gelte, das Image der City zu verbessern. „Wir müssen klären, welche Funktionen die Innenstadt künftig erfüllen muss“, betonte Richard Röhrhoff, Geschäftsführer der Essen Marketing Gesellschaft.


Eine weitere wichtige Maßnahme wird die bundesweite und internationale Werbung für den Städte-Tourismus sein. Denn Gäste, die sich einmal in Essen wohlgefühlt haben, seien die besten Botschafter für Besucher aus aller Welt. Außerdem lautete ein zentraler Aspekt im Kontext Belebung der City: „Zu viel Beton, zu wenig Grün!“ Hier müssten dringend Konzepte her, die den Innenstadtbereich attraktiv und einladend gestalten.                                              

 

Dennoch, so waren sich die Teilnehmer einig, ist Essen auf einem guten Weg, sich als vielgestaltige Metropole und wichtiges Reiseziel zu etablieren – rund 1,5 Millionen Übernachtungen belegen diese Entwicklung. Nun gelte es, diesen Weg weiterzugehen und den Wandel immer neu zu gestalten; denn eine Stadt sei ja bekanntlich nie fertig. Aus diesem Grund müssen die vielen produktiven Aktivitäten vernetzt und gebündelt werden. Dazu werden die Diskussionsteilnehmer ihren Teil beitragen: Andre Boschem – Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft EWG, Muchtar Al Ghusain – Beigeordneter für die Bereiche Jugend, Bildung und Kultur, Silke Lenz – Pressesprecherin der Stadt Essen und Leiterin des Presse- und Kommunikationsamtes, Prof. Dr. Hans-Peter Noll – Mitglied des Vorstands und künftiger Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein und Richard Röhrhoff – Geschäftsführer der Essen Marketing GmbH.