GENO BANK baut Kreditgeschäft weiter aus

Stärkung des Eigenkapitals auf Vorjahresniveau

Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2016 verlief für die GENO BANK erfreulich. Die Bank verfügt aktuell über Eigenmittel, die mit einer Kernkapitalquote von über 20 Prozent mehr als doppelt so hoch sind, wie es die regulatorischen Anforderungen vorsehen.
Vor gut einem Jahr beschloss der Vorstand, liquide Mittel der Bank in Höhe von 100 Mio. Euro mangels interessanter Anlagealternativen in Sachanlagen zu investieren. Unter dem Aspekt eines bestmöglichen Rentabilitäts- und Risikoverhältnisses fiel die Entscheidung auf den Erwerb bzw. Bau von wohnwirtschaftlich genutzten Mietimmobilien. Hier sind durchschnittlich Bruttorenditen von vier Prozent zu erzielen. Sechs Neubauflächen in Essen und Mülheim hat das Kreditinstitut in den letzten Monaten gekauft. Von den rund 170 modernen Wohnungen werden die ersten bereits im Sommer 2017 bezugsfertig sein.

Ein Schwerpunkt des Kreditgeschäftes der GENO BANK ist die Finanzierung des Mittelstandes. „Das Kreditgeschäft mit unseren Firmenkunden haben wir entsprechend unserer Geschäftsstrategie auch im Jahr 2016 um 7% weiter ausgebaut“, so der Vorstandsvorsitzende Heinz-Georg Anschott. Da das stark umworbene Geschäft der privaten Baufinanzierung derzeit keinen ausreichenden Ertrag liefert, vermittelt das Kreditinstitut das Neugeschäft überwiegend an Hypothekenbanken in- und außerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Das Gesamtportfolio wuchs dennoch um 3 Prozent bzw. 14 Mio. Euro auf 431 Mio. Euro. Das Einlagengeschäft mit den Privat- und Firmenkunden ist trotz der historischen Niedrigzinsphase um 4 Prozent auf gut 580 Mio. EUR gestiegen. Institutionelle Kundeneinlagen wurden mangels entsprechender Anlagealternativen weiterhin gewollt zurückgeführt. Dadurch reduzierten sich die gesamten Einlagen per Saldo um 0,6 Prozent auf 669 Mio. EUR.

„Unser Ziel ist eine weitere Stärkung der Eigenmittel, um weiter zukunftsfähig zu sein. Nur so können wir das Kundenkreditgeschäft angemessen betreiben und die Kreditversorgung des Mittelstands sichern“, so Anschott. Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase mit sinkenden Margen und zunehmend höheren Aufwendungen plant die Bank eine Stärkung des Eigenkapitals durch Dotierung der Rücklagen auf Vorjahresniveau in Höhe von 2,75 Mio. EUR. Wie im Vorjahr soll - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gremien – eine Dividende von 2,5 Prozent ausgeschüttet werden.

Für das Jahr 2017 ist der Bankvorstand optimistisch, trotz der nach wie vor herausfordernden Rahmenbedingungen die anspruchsvollen Ziele zu erreichen und im Kreditgeschäft weiter zu wachsen. „Unser nachhaltiges, erfolgreiches Geschäftsmodell sowie die überdurchschnittliche Kapitalausstattung und die hohe Überschussliquidität sind gute Voraussetzungen für den weiteren Erfolg in den nächsten Jahren“, ist sich Heinz-Georg Anschott sicher.

Die Entwicklung der GENO BANK in Zahlen im Kurzüberblick:

Entwicklung Kundenkredite:
Firmenkunden :

+ 19 Mio. EUR bilanziell (+7% auf 300 Mio. EUR)

Privatkunden:  

-   7 Mio. EUR  bilanziell (- 5% auf 131 Mio. EUR)
+ 25 Mio. EUR Vermittlung an Hypobanken (+13% auf 220 Mio. EUR)
+ 18 Mio. EUR (+6% auf 351 Mio. EUR)

Gesamtveränderung :

+12 Mio. EUR bilanziell (+3 % auf 431 Mio. EUR)              

+ 34 Mio. EUR bilanziell und Vermittlung (+6% auf 651 Mio. EUR)
                                              
Entwicklung Kundeneinlagen:

Firmenkunden:           

+ 2 Mio. EUR bilanziell (+2% auf 116 Mio. EUR)

Privatkunden:             

+ 21 Mio. EUR bilanziell (+5% auf 465 Mio. EUR)
+ 16 Mio. EUR Wertpapierdepot (+ 4% auf 424 Mio. EUR)
+ 37 Mio. EUR bilanziell und Depots (+4% auf 889 Mio. EUR)

Institutionelle Kunden :

- 27,0 Mio. EUR (-23% auf 88 Mio. EUR)

Gesamtveränderung :    

- 4 Mio. EUR bilanziell (– 1% auf 669 Mio. EUR)
+12 Mio. EUR bilanziell und außerbilanziell (1 % auf 1.093 Mio. EUR)

Bilanz:
Bilanzsumme : 829 Mio. EUR (-1% bzw. -9 Mio. EUR)
Kernkapital, bzw. bilanzielles Eigenkapital incl. 340 g HGB-Reserven: 77 Mio. EUR., dies entspricht 9,3% (leverage ratio)
Die Kapitalquoten für die risikogewichtete Aktiva lauten:
Kernkapitalquote gem. CRR : 19%
Gesamtkapitalquote : 21,6%

Gewinn- und Verlustrechnung:
Jahresüberschuss nach Steuern: 3,3 Mio. EUR (3,2 Mio. EUR Vorjahr)
Gezahlte Steuern : 1,7 Mio. EUR (1,5 Mio. EUR Vorjahr)
Rücklagenzuführung : 2,75 Mio. EUR wie im Vorjahr (unter Gremienvorbehalt)
Dividende : 2,5% wie im Vorjahr, unter Gremienvorbehalt

Entwicklung der GENO IMMOBILIEN GmbH
Umsatz : 36,4 Mio. EUR (+54%)

Stand : 02.02.2017