27.06.2016 GENO BANK meistert die Marktsituation

Am 9. Juni 2016 waren die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der fast 21.500 Mitglieder zählenden GENO BANK ESSEN unter dem Vorsitz von Aufsichtsrat Peter Brinkmann zusammengekommen, um sich vom Vorstand über den 2015er Geschäftsverlauf informieren zu lassen und die nach Gesetz und Satzung notwendigen Beschlüsse zu fassen.

Um es vorwegzunehmen: Das so genannte Bankparlament war sich einig bei dem, was es beschloss. So wurden – jeweils ohne eine Gegenstimme – der Jahresabschluss festgestellt, Vorstand und Aufsichtsrat entlastet und der Gewinnverwendungsvorschlag beschlossen. Damit schüttet die Bank 418.000 Euro von ihrem Jahresüberschuss in Höhe von ca. 3,2 Millionen Euro in Form einer 2,5-prozentigen Dividende an ihre Anteilseigner aus. Einig zeigten sich die Mitgliedervertreter auch bei den Wahlen zum Aufsichtsrat: Jeweils ohne Gegenstimmen für weitere drei Jahre im Amt bestätigt wurden Wolfgang Dapprich und Manfred Kuhmichel. Anstelle des aus Altersgründen ausgeschiedenen Wilfried Münstermann wurde die Rechtsanwältin Antje Funke-Münstermann ins Amt gewählt.

Auf der gut besuchten Veranstaltung in der Essener Philharmonie hatte zuvor der Vorstandsvorsitzende Heinz-Georg Anschott den Jahresabschluss für 2015 präsentiert. Danach ist es der Bank gelungen, sich in wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen auf einem hart umkämpften Markt erfolgreich zu behaupten. „Wir haben die geplanten Ziele überwiegend erreicht und sind mit der Geschäftsentwicklung zufrieden“, lautete Anschotts Resümee. In konkreten Zahlen bedeutet dies: ein Plus von 36,2 Millionen Euro bei den bilanziellen und außerbilanziellen Anlagevolumen der Privatkunden, ein Zuwachs bei den Krediten in Höhe von 24,6 Millionen Euro und eine Bilanzsumme von 837,0 Millionen Euro.

Dies nahm auch Oberbürgermeister Thomas Kufen zum Anlass für ein Lob: Er verwies auf die Bedeutung der GENO BANK ESSEN für den heimischen Mittelstand und das Gemeinwohl. In seinem Grußwort vor den Vertretern der GENO BANK würdigte er ausdrücklich das soziale Engagement der Genossenschaftsbanker bei zahlreichen Projekten und die Rolle der Bank als Finanzierer des Mittelstands.

Für das laufende Jahr rechnet die Bank nach den Worten von Heinz-Georg Anschott mit einem „deutlichen Wachstum“ bei den Firmenkrediten. Den Jahresüberschuss 2016 erwartet die Bank bei knapp 3,0 Millionen Euro.

Anders als viele andere Banken denkt die GENO BANK derzeit nicht an die Schließung von Filialen. Heinz-Georg Anschott: „Für uns ist das der falsche Weg. Wir sehen darin die Gefahr, dass wir viele Kunden und damit auch Ertragspotenziale verlieren.“ Die GENO BANK – sie verfügt über das zweitdichteste Filialnetz in der Stadt – führt stattdessen Anfang Juli ein so genanntes Tandemfilialkonzept ein. Das bedeutet, dass 10 Filialen als 5 Tandem-Filialen geführt werden, die täglich wechselnd geöffnet sind. Zudem wird Anfang Juli eine zentrale Privatkunden-Betreuung für bisherige Filialkunden eingeführt, die - bedingt durch die Digitalisierung - keine persönlichen Beratungsleistungen in Anspruch nehmen. Diese werden in den beiden Hauptstellen – bei deutlich ausgeweiteten Erreichbarkeitszeiten – betreut. Nach Aussage von Heinz-Georg Anschott gab es nach Ankündigung dieser Lösung außerordentlich positive Reaktionen von Kunden- und Mitgliederseite. Der Bankvorstand: „Wir freuen uns, dass die zukunftsweisende Ausrichtung in der Bank damit auch von den Eigentümern mitgetragen wird.“  

Foto: Wieler