GENO BANK mit Geschäftsentwicklung in 2017 sehr zufrieden

Ausbau Mittelstandsgeschäft und Aufbau Wohnimmobilienportfolio im Plan

Essen, 13.3.2018 – Die GENO BANK ESSEN ist mit der Geschäftsentwicklung in 2017 sehr zufrieden. „Wir können aus dem hervorragenden Jahresergebnis 2017 erneut unser Eigenkapital stärken - mit 4,75 Mio. Euro sogar um 2,0 Mio. Euro mehr als im Vorjahr“, fasst der Vorstandsvorsitzende Heinz-Georg Anschott die positive Entwicklung der GENO BANK zusammen. Dem Jahr 2018 blickt der Vorstandsvorsitzende trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase sowie den steigenden Anforderungen der Regulierung und den Auswirkungen der Digitalisierung optimistisch entgegen: „Im vergangenen Jahr ist es uns gelungen, den Umbau der Bank zu einem stärker ertragsdiversifizierten Kreditinstitut voranzutreiben. Dieser Umbau wird voraussichtlich 2018 abgeschlossen sein.“ Gebührenerhöhungen und Standortveränderungen erteilt der Vorstandsvorsitzende eine Absage: „Pläne für eine Anhebung der Gebühren für die Kontoführung oder im Bereich des Zahlungsverkehrs gibt es derzeit für 2018/ 2019 nicht. Die persönliche Beratung vor Ort ist unseren Kunden und uns nach wie vor sehr wichtig. Daher gibt es auch keine Überlegungen, das bestehende Filialkonzept bzw. die Filialstandorte zu verändern.“

Mieterträge aus eigenen Immobilien
Aufgrund der Niedrigzinsphase beschloss der Vorstand der GENO BANK bereits vor mehr als zwei Jahren, Teile der liquiden Mittel der Bank in Höhe von 100 Mio. Euro mangels rentabler Anlagealternativen in Sachanlagen zu investieren. Die Entscheidung fiel unter dem Aspekt eines bestmöglichen Rentabilitäts- und Risikoverhältnisses auf den Erwerb bzw. Bau von wohnwirtschaftlich genutzten Mietimmobilien. Die durchschnittlichen Bruttorenditen, die hier erzielt werden können, liegen leicht über vier Prozent. Mittlerweile wurden elf Neubauflächen in Essen und Mülheim gekauft, bei einem weiteren Objekt steht der Vertragsabschluss unmittelbar bevor. Damit wird das angestrebte Volumen erreicht sein, im Portfolio befinden sich dann rund 300 Wohnungen. Ein Objekt wurde bereits im vergangenen Sommer fertiggestellt und ist vollständig vermietet. In weiteren sechs Objekten steht in diesem Jahr die Vermietung an; schon jetzt ist ein guter Vorvermietungsstand erreicht. Sobald sämtliche Immobilien fertiggestellt sind, kalkuliert die GENO BANK mit jährlichen Mieterträgen von mindestens 4,3 Mio. Euro. Mit dem Aufbau des Immobilienportfolios verringert sich für die GENO BANK die Bedeutung von marktzinsabhängigen Ertragsquellen. Insbesondere sollen die Miet- und Provisionserträge zukünftig den rückläufigen Anteil des Zinsüberschusses aus Fristentransformation kompensieren.

Gestiegenes Geschäftsergebnis
Die Entwicklung des Jahres 2017 untermauert die strategische Ausrichtung der Bank. Der Zinsüberschuss fiel um 2,7 Mio. Euro auf 10,4 Mio. Euro, was aber unter anderem auf die Auflösung von Zinssicherungsgeschäften zurückzuführen war. Durch die Auflösung wird eine Verbesserung der künftigen Ertragslage erzielt. Ohne Berücksichtigung von Sonderfaktoren betrug der Rückgang 1,6 Mio. Euro auf 13,3 Mio. Euro. Positiv entwickelte sich der Provisionsüberschuss mit einem Plus von 0,6 Mio. Euro (+ 7,1 %) auf 8,9 Mio. Euro. Beim Verwaltungsaufwand war eine Verringerung um 0,8 Mio. Euro bzw. 4,2 % auf 18,5 Mio. Euro zu verzeichnen. Das Bewertungsergebnis war mit einem Aufwand von 0,8 Mio. Euro geplant; erfreulicherweise konnte sogar ein Ertrag von 0,8 Mio. Euro verbucht werden. Insgesamt erhöhte sich der Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit auch aufgrund von außerordentlichen Erträgen um 16,2 % auf 5,8 Mio. Euro, so dass dem Eigenkapital 4,75 Mio. Euro zugeführt werden konnten (Rücklagen und Fonds für allgemeine Bankrisiken).

Wachstum des profitablen Mittelstandsgeschäfts
Ein Schwerpunkt des Kreditgeschäftes der GENO BANK ist die Finanzierung des Mittelstandes. „Das Kreditgeschäft mit unseren Firmenkunden haben wir entsprechend unserer Geschäftsstrategie auch im Jahr 2017 weiter ausgebaut“, so der Vorstandsvorsitzende. Der Anstieg in diesem Segment lag bei rund 6,8 %. Da das stark umworbene Geschäft der privaten Baufinanzierung derzeit keinen ausreichenden Ertrag liefert, vermittelt das Kreditinstitut sowohl das Neu- als auch das Prolongationsgeschäft an Hypothekenbanken innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe. Insgesamt konnte das Gesamtkreditvolumen (bilanziell und außerbilanziell) um 2,9 % gesteigert werden.

Hohe Kompetenz im Wertpapierbereich
Das bilanzielle Einlagengeschäft mit Privat- und Firmenkunden stieg im Jahresvergleich um
5,5 % auf 641 Mio. Euro. Noch erfreulicher verlief die Entwicklung des außerbilanziellen Anlagevolumens (z.B. Wertpapierbestände unserer Kunden) mit einer Steigerung von 7,3 % auf 560 Mio. Euro. Der Anstieg im Wertpapierbereich unterstreicht mit starken Zuwächsen unsere hohe Kompetenz auf diesem Gebiet. Insgesamt erhöhte sich das betreute Kundenanlagevolumen um 6,3 % auf 1.202 Mio. Euro.

Hervorragendes Risikoprofil
 „Die Bankenaufsicht hat das hervorragende Risikoprofil der GENO BANK durch den SREP-Bescheid (Supervisory Review and Evaluation Process) bestätigt“, freut sich Heinz-Georg Anschott. Dies sei unter anderem auf das konservative Management von Zinsänderungsrisiken zurückzuführen. Mit einem Eigenkapital von 86 Mio. Euro und einer Kernkapitalquote von 17,0 % ist die GENO BANK hinsichtlich der Kapitalausstattung komfortabel für zukünftiges Kreditgeschäft aufgestellt. Die Liquiditätslage der Bank zeigt sich ebenfalls sehr entspannt, so lag etwa die Liquidity Coverage Ratio (LCR / Mindestliquiditätsquote) in 2017 durchgängig rund 50 % über den gesetzlichen Anforderungen.

Gute Aussichten für 2018
Heinz-Georg Anschott ist auch für das laufende Jahr optimistisch: „Wir wollen trotz der nach wie vor herausfordernden Rahmenbedingungen unsere anspruchsvollen Ziele erreichen und im Kreditgeschäft weiter wachsen. Unsere überdurchschnittlich hohe Kapitalausstattung, das Vertrauen unserer Kunden und Mitglieder sowie die Motivation unserer Mitarbeiter sind beste Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg.“

Geschäftszahlen im Überblick (nach HGB)

In TEUR 2017 2016 Veränd.
 in TEUR

Veränd.
in Prozent
Zinsüberschuss
(ohne Sonderfaktoren)
10.370
(13.275)
13.097
(14.868)
-2.727
(-1.593)
-20,8%
(-10,7%)
Provisionsüberschuss 8.871 8.280 591 7,1%
Verwaltungsaufwand 18.528 19.350 -822 -4,2%
Überschuss der normalen Geschäftstätigkeit 5.815 5.005 810 16,2%
Zuführung zum Fonds für allg. Bankrisiken 3.750 0 *
*
Jahresüberschuss 1.467 3.170 * *
Bilanzsumme 873.600 829.179 44.421 5,4%
Kundenkreditvolumen 
     davon bilanziell
     davon außerbilanziell
668.425
436.446
231.979
649.671
430.909
218.762
18.754
5.537
13.217
2,9%
1,3%
6,0%
Kundenanlagevolumen
     davon bilanziell
     davon außerbilanziell
1.201.609
641.333
560.276
1.130.097
608.118
521.979
71.512
33.215
38.297
6,3%
5,5%
7,3%
Bilanzielles Eigenkapital inkl. Gewinnverwendung und Zuführung zu  Fonds f. allg. Bankrisiken** 85.957 80.526 5.431 6,7%
*Vergleich zum Vorjahr nicht sinnvoll, da im vergangenen Jahr keine Zuführung zu Fonds für allgemeine Bankrisiken erfolgte und beide Werte kumuliert betrachtet werden müssen
** vorbehaltlich des Beschlusses der Vertreterversammlung