GENO BANK stärkt Eigenkapital

Deutlich gesteigerte Rücklagenzuführung für zukünftiges Kreditgeschäft / Betriebsergebnis vor Bewertung gegenüber 2013 nochmals gesteigert

Essen. Die GENO BANK, traditioneller Finanzpartner anspruchsvoller Firmen- und Privatkunden, hat ihr Kundenkreditgeschäft im Jahr 2014 weiter um 4,2 Prozent auf 590 Millionen Euro ausgebaut, die Kreditzusagen beliefen sich auf knapp 100 Millionen Euro. Das Gesamtanlagevolumen konnte erfreulicherweise um  64,5 Millionen Euro, das entspricht 5,3 Prozent, auf 1,272 Milliarden Euro gesteigert werden.

Das Gesamtkundenvolumen liegt mit 1,9 Milliarden Euro um 88 Millionen Euro bzw.  5,0 Prozent über dem Vorjahreswert.

Gesamtanlagevolumen
Die bilanziellen Kundeneinlagen erhöhten sich von 771,1 Millionen Euro auf 795,3 Millionen Euro. Besonders erfreulich verlief die Entwicklung im außerbilanziellen Geschäft. Die Gründe dafür sieht die Bank in der erfolgreichen Etablierung ihrer eigenen Vermögensverwaltung mit einer Steigerung von 30 Prozent. Hinzu kamen die Kurssteigerungen aus den Veränderungen der Kapitalmärkte im Jahr 2014. Diese führten dazu, dass die Wertpapierbestände der Kunden um 12 Prozent auf 380 Millionen Euro gesteigert werden konnten.

Gesamtkreditvolumen
Ein Schwerpunkt des Kreditgeschäftes der GENO BANK ist die Finanzierung des Mittelstandes. Aufgrund der großen Kreditnachfrage betrug die ungewöhnlich hohe Steigerung der Kreditvergabe in diesem Bereich annähernd 13 Prozent. „ Wir gehen weiter von einer hohen Nachfrage und damit einer Verstetigung dieses Trends aus“, so Vorstandsvorsitzender Heinz-Georg Anschott. „Die GENO BANK hat die Voraussetzungen frühzeitig geschaffen. Aufgrund unserer guten Liquiditätsausstattung, hohem Eigenkapital und mit einer Gesamtkapitalquote von leicht über 20 Prozent werden die erhöhten Anforderungen von Basel III deutlich überschritten.“

Mit diesen Voraussetzungen, so Anschott, könne die Bank die Kundennachfragen in vollem Umfang aus eigenen Mitteln bedienen.

Die Nachfrage nach privaten Wohnungsbaufinanzierungen war nach wie vor hoch. Die Kunden nutzen das historisch niedrige  Zinsniveau,  um sich neben der normalen Tilgung über Sondertilgungen zu entschulden. Der Bestand an bilanziellen und außerbilanziellen wohnwirtschaftlichen Finanzierungen konnte leicht gesteigert werden. „Wir gehen auch in der privaten Wohnungsbaufinanzierung von einer weiterhin hohen Nachfrage aus, da aufgrund des Zinsniveaus viele Kunden in Sachwerte wie Immobilien umschichten“, so Anschott. Von dieser Entwicklung konnte auch die GENO IMMOBILIEN GmbH, eine Tochtergesellschaft der GENO BANK, stark partizipieren. Das Ergebnis lag im Jahr 2014 deutlich über Plan. „Im Jahr 2014 wurden durch die GENO IMMOBILIEN GmbH 110 Objekte mit einem Volumen von über 23 Millionen Euro vermittelt“, so Vorstand Henning Wichart.

Betriebswirtschaftliche Entwicklung
Trotz der historisch niedrigen Zinsen lag der 2014er Überschuss aus dem zinsabhängigen Geschäft stabil auf Vorjahresniveau. Erfreut ist die Bank über ihren erneuten Anstieg des Provisionsergebnisses um rund neun Prozent auf 7,7 Millionen Euro. Die Provisionen aus dem Wertpapierhandel stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent. Der Zuwachs bei Provisionen aus vermittelten Hypothekendarlehen lag bei 17 Prozent.

Der Personalbestand der GENO BANK liegt mit 179 Mitarbeitern knapp über dem Vorjahresniveau. Die Verwaltungsaufwendungen ohne Sonderfaktoren erhöhten sich leicht um 1 Prozent, wobei die stärker gestiegenen Personalkosten durch eine Reduzierung der Sachkosten inklusive der Sachwertabschreibung annähernd kompensiert werden konnten.

Das Bewertungsergebnis aus dem Kundengeschäft in 2014 befindet sich auf einem historisch niedrigen Niveau. Das Bewertungsergebnis bei den Eigenanlagen stellt sich ebenfalls erfreulich dar. Diese Entwicklung führte dazu, dass der Jahresüberschuss vor Steuern nochmals auf 7,6 Millionen Euro gesteigert werden konnte.

Im vergangenen Jahr entschieden sich 1.200 neue Mitglieder dazu, Bankteilhaber zu werden. Ihre nun mehr als 21.100 Anteilseigner will die GENO BANK einmal mehr an ihrem Geschäftserfolg beteiligen. Geplant ist die Ausschüttung einer Dividende auf dem Vorjahresniveau von 3,0 Prozent. Heinz-Georg Anschott: „Wir meinen, das dies vor dem Hintergrund des allgemeinen Zinsniveaus eine nach wie vor attraktive Rendite für das Kapital ist, das uns die Mitglieder zur Verfügung stellen.“ Vorbehaltlich der Zustimmung der im Juni tagenden Vertreterversammlung will die Bank ihre Rücklagenzuführung um zehn Prozent auf 2,8 Millionen Euro steigern. Das bilanzielle Eigenkapital wird sich dadurch auf knapp 70 Millionen Euro erhöhen.

Mit der Geschäftsentwicklung des Jahres 2014 ist der Vorstand der GENO BANK zufrieden. Das im 3. Quartal 2014 neu eröffnete Beratungszentrum in Kettwig hat sich gut etabliert und findet bei den Kunden den erhofften Zuspruch.  

Ausblick 2015
Für das Jahr 2015 geht der Vorstand davon aus, dass trotz hoher Herausforderungen
aufgrund der politisch gewollten Niedrigzinsphase und stärkerer Regulatorik die Ziele erreicht werden, wobei das Betriebsergebnis vor Bewertung den hohen Wert von 2014 sehr wahrscheinlich nicht erreichen wird.

Link zur Berichterstattung auf www.derwesten.de:
Geno Bank steigert Kreditgeschäft