GENO BANK investiert ab 2016 bis zu 100 Mio. Euro in den Neubau von Immobilien

Die GENO BANK hat die ihr anvertrauten Kundeneinlagen von über 730 Mio. EUR und ihr Eigenkapital in Höhe von 70 Mio. EUR breit gestreut angelegt. Den konservativen Anlagegrundsätzen für die Eigenanlagen ist es zu verdanken, dass die Bank ohne jegliche finanzielle Belastung durch die Finanzmarkt- und  Staatsschuldenkrise kam. So wurden knapp 470 Mio. EUR in Kredite für Privat- und Firmenkunden investiert, die Hälfte davon für den Erwerb und die Renovierung von Immobilien. Weitere gut 60 Mio. EUR sind in europäischen Staatsanleihen angelegt. Der Rest in Höhe von 270 Mio. EUR ist als Liquiditätsreserve bei den genossenschaftlichen Zentralbanken investiert. Die Erträge aus der Anlage der Liquiditätsreserve sind in den letzten Jahren -entsprechend dem Zinsniveau - stark gefallen, weshalb über alternative Investments nachgedacht wurde.

Die GENO BANK ist traditionell starker Partner des Mittelstandes

Traditionell wächst die GENO BANK stark über das Firmenkreditgeschäft mit dem Mittelstand. In den letzten Jahren betrug das Wachstum in diesem Segment gut 100 Mio. Euro. Hier will die GENO BANK auch weiter stark wachsen.

Das stark umworbene Kreditgeschäft mit Privatkunden vermittelt die Bank weitgehend an Verbundpartner. Persönliche Anschaffungsdarlehn werden überwiegend an die Teambank AG mit ihrem bekannten Produkt easyCredit vermittelt. Baufinanzierungswünsche werden an Hypothekenbanken inner- und außerhalb des genossenschaftlichen Finanzverbundes vermittelt. Allein im genossenschaftlichen Verbund stehen drei Hypothekenbanken zur Verfügung.

Dazu der Vorstandsvorsitzende Heinz-Georg-Anschott: “Somit stellen wir für unsere Kunden sicher, dass sie die günstigsten Konditionen erhalten und die Bank keine zu hohen Zinsänderungsrisiken in den eigenen Büchern hält. Die Beratung und die gesamte Abwicklung erfolgen dabei über die Betreuer der GENO BANK.“

Strategische Weichenstellung in der Anlage von Überschuss-Liquidität der GENO BANK

Nachdem bereits 80 Mio. EUR der Eigenanlagen der Bank in 2015 endfällig wurden, werden auch in den kommenden Jahren weitere Wertpapiere fällig, die in Summe die Nachfrage im Kundenkreditgeschäft deutlich übersteigen.

Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus bringen sichere kurzfristige Anlagen keinen Ertrag mehr, im Gegenteil, Bundesanleihen rentieren auch bei mehrjährigen Laufzeiten mit Negativzinsen, z.B. bei einem Jahr mit ca. minus 0,3 %, bei fünf Jahren mit ca. minus 0,1 %.

„Renditen zu erzielen ist nur durch das Eingehen von Risiken möglich“, so Anschott, “beispielsweise in Form von Zinsänderungsrisiken aus Fristentransformation durch die Anlage in längere Laufzeiten oder das Eingehen von Adressausfallrisiken durch Investments in schwächere Bonitäten.“

Intensive Prüfung unterschiedlicher  Anlageoptionen  führen zu Investition in Sachanlagen  

Daher wurde ein Investment in Sachanlagen geprüft mit dem Ergebnis, dass Aktien wegen der hohen Schwankungsbreite (Volatilität) der Anlageklasse nicht den konservativen Anlagegrundsätzen entsprechen.

Die Entscheidung fiel unter dem Aspekt eines bestmöglichen Rentabilitäts-/ Risikoverhältnisses auf den Erwerb/ Bau von wohnwirtschaftlich genutzten Mietimmobilien. Hier sind noch durchschnittliche Bruttorenditen von vier Prozent zu erzielen. In den nächsten Jahren sollen in dieser Anlage-Klasse (Asset) bis zu 100 Mio. EUR investiert werden.

Dabei wurden folgende Anforderungen an Lage und Ausstattung der Immobilien festgelegt:  
•    Neubauten mit 10- 40 Wohneinheiten (ohne Gewerbeanteil)
•    KfW Effizienzhaus 70 oder besser (Energieversorgung mittels regenerativer Energieträger wg. des hohen energetischen Anspruches)
•    Barrierefreies/-armes Wohnen incl. Tiefgarage/ Stellplätze und Aufzug
•    Stabile Wohnlagen in Essen und den angrenzenden Städten (wobei geeignete Grundstücke einen Engpassfaktor darstellen)

Der Kauf von drei Objekten ist bereits beschlossen, davon zwei Objekte mit einem Volumen von 16 Mio. EUR und 40 Mieteinheiten. Ein weiteres Objekt mit einem Volumen von  sieben Mio. EUR und rund 17 Mieteinheiten befindet sich in der Planungsphase.

Der Erwerb/ Bau von Immobilien ist wie Kundenkreditgeschäft mit Eigenkapital zu unterlegen

Neben einer sehr auskömmlichen Liquiditätsreserve erfüllt die GENO BANK die strengen Eigenkapitalanforderungen von 10,5 % nach Basel III ab 2019 (zzgl. einem vom Bundesfinanzministerium festzulegenden antizyklischen Kapitalpuffer vom 0- 2,5 %, somit insgesamt max. 13 %) bereits heute deutlich. Die GENO BANK verfügte per Ende September 2015 über eine Gesamtkapitalquote von 20,3 % sowie über eine Kernkapitalquote von 17,2 %.

Die Zukunft im Blick - neben der Ertragsseite stehen auch die Kosten im Fokus

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die derzeitige Niedrigzinsphase noch 5 Jahre, 10 Jahre oder länger andauert. Die nachhaltige Rentabilität ist sicherzustellen, um durch Dotierung der Rücklagen die Voraussetzung für zukünftiges Kundenkreditgeschäft, welches gemäß den Anforderungen von Basel III mit Eigenkapital zu unterlegen ist, zu schaffen.

Durch den Ausbau der Ertragsseite um Mieterträge und die Steigerung der Provisionserträge soll der Anteil des Zinsüberschusses an den Gesamterträgen reduziert werden. Während der Anteil des Zinsüberschusses 2010 noch bei 72 % lag, konnte dieser in 2015 auf 57 % reduziert werden, obwohl die Gesamterträge um gut 10 % gesteigert werden konnten. Für das Jahr 2020 ist geplant, den Anteil weiter auf 49 % zu senken.

Durch Effizienzsteigerung der Prozesse konnten die Sachkosten in den letzten Jahren um über 10 % gesenkt werden. Filialschließungen stehen in den nächsten Jahren nicht auf der Agenda, da vor über 10 Jahren die Filialstandorte optimiert wurden und auch heute noch dem geänderten Kundenverhalten entsprechen. In den Jahren 2012 und 2014 wurden entsprechend der Vertriebswege- Strategie noch zwei Beratungszentren an Standorten eröffnet, an denen die GENO BANK bis dahin nicht vertreten war. Somit verfügt die GENO BANK über das zweitdichteste Filialnetz in Essen.

In den vergangenen Jahren wurde der Personalaufbau dem Wachstum angepasst, daher entspricht der Personalbestand den Anforderungen. Ein Personalabbau steht somit ebenfalls nicht auf der Agenda.

„Durch die eingeleiteten und umgesetzten Maßnahmen auf der Kosten- und Ertragsseite ist die GENO BANK für die Herausforderungen der Zukunft bestens gerüstet“, so der Vorstandsvorsitzende.

Heinz-Georg Anschott - Vorstandsvorsitzender der GENO BANK