GENO TALK im Februar

„Es grünt so grün: Essen ist Grüne Hauptstadt Europas. Nur ein Feigenblatt oder der Wandel zu mehr Lebensqualität im Ruhrgebiet?“

Die Teilnehmer des 19. GENO TALK waren sich einig: Die Grüne Hauptstadt Essen 2017 wird dazu beitragen, das Image der Stadt und der Region weiter zu verbessern. Der Wandel an der Ruhr habe auch etwas mit dem Umfeld zu tun, in dem Menschen leben, arbeiten und ihre Freizeit genießen. Daher nahm das Thema Lebensqualität einen breiten Raum in der Diskussion ein verbunden mit der Frage, wie die Menschen in den künftigen Mega-Cities leben, denn der Trend „zurück in die Stadt“ habe zugenommen.


Nach der Kulturhauptstadt 2010, die bis heute nachwirkt, ist die Grüne Hauptstadt 2017 erneut ein Beweis dafür, wie sich die Situation im Ruhrgebiet verändert hat: Die Region hat sich den Kohlenstaub aus dem Gesicht gewaschen, aus Grau wurde Grün.

Das war auch die Meinung der hochkarätigen Gäste von Gastgeber Wulf Mämpel: NRW-Umweltminister Johannes Remmel, Baudezernentin Simone Raskob, Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband, Jürgen Fischer, Leiter der Referate Klima, Kultur Sport und Chef der Stabsstelle Klimametropole Ruhr 2022 des RVR, sowie Dr. Andreas Kipar, Landschaftgestalter mit Büros in Duisburg und Mailand.

„Wir werden 2017 zeigen, wie viel Grün in unserer Stadt steckt“, sagte Simone Raskob, „nicht nur sichtbares Grün in Parks, Gärten, Wäldern und an den Ufern unserer Flüsse, sondern auch das Grün in den Herzen und Köpfen unserer Bürgerinnen und Bürger.“ Ein großes Thema war auch die Renaturierung der Emscher. Einst Kloake soll der Fluss, der im Volksmund „Köttelbecke“ genannt wird, ab 2020 das Leben, Arbeiten und Wohnen am Wasser in der Emscher-Region attraktiv zu machen. Die Podiumsgäste waren sich einig, dass Essen eine Vorreiterrolle eingenommen habe. Mit ihrem Wandel von einer Kohle- und Stahlstadt zur grünsten Stadt Nordrhein- Westfalens ist unsere Stadt Vorbild für viele Städte Europas im Strukturwandel.