GENO TALK in der GENO BANK

„Ein Jahr Oberbürgermeister Kufen: Wohin geht die Reise im Ruhrgebiet bis 2030 – Metropole oder großes Dorf?“

Eine Stadt wie Essen ist nie fertig. Sie ist eine permanente Aufgabe für alle, denen die positive urbane Entwicklung und die der Region am Herzen liegen. „Wohin geht die Reise im Ruhrgebiet bis 2030?“ lautete die zentrale Frage des 18. GENO TALK. Und ist die Devise nach einem Jahr Oberbürgermeister Thomas Kufen eher „Metropole oder großes Dorf?“
Die Podiumsgäste machten deutlich: Zum positiven Wandel an der Ruhr gehören eine kritisch-kreative und gleichzeitig konstruktive Haltung und ein kräftiger Schuss Optimismus. Dies ist nichts für Nörgler und Pessimisten, eher etwas für Menschen, die sich mit Leidenschaft einbringen wollen. Dazu gehören Stolz ohne Arroganz, Mut und Ausdauer. Und ein klar definiertes Ziel: „Ich habe das Ziel, die Stadt Essen international auf die Landkarte zu bringen“, definierte Thomas Kufen seine Perspektive. „Attraktive Städte wachsen, unattraktive schrumpfen. Ich habe mich für Wachstum entschieden.“ Für die Teilnehmer im vollbesetzen Forum der GENO BANK ein positives Signal. Schließlich, so die einstimmige Meinung, brauchen Bürgerinnen und Bürger Entwicklungen, auf die sie stolz sein können. Und sie wollen mitgenommen werden auf diesem Weg.
Moderator Wulf Mämpel griff diesen Gedanken gern auf: „Der rasante Strukturwandel der letzten 30, 40 Jahre ist eine bewundernswerte kulturelle Leistung dieser Stadt und dieser Region. Die Wende von der Montanindustrie zum Schreibtisch des Reviers, ohne Krawalle, brennende Stadtteile oder Straßenschlachten war beeindruckend – und ein wenig wehmütig, als wir Abschied von der Kumpel-Seligkeit nehmen mussten.“ Stattdessen entstand das neue Image Essen von A bis Z – von Aalto bis Zollverein. Dies alles konnte nur gelingen, so Mämpel, weil die Menschen im Ruhrgebiet nicht gleich aus jeder Krise eine Katastrophe machten.
So hat die Stadt ihr Gesicht verändert. Sie wusch sich den Kohlenstaub aus dem Gesicht und blickte mutig nach vorn. Und sie entwickelt sich weiter, unterliegt einer ständigen dynamischen Entwicklung, der engagierte Menschen mit innovativen Ideen begegnen. Dazu gehört, so Herman Marth von der Stiftung Zollverein, auch ein gutes Stück Vertrauen und Selbstvertrauen. Er setzt dabei auf Bestehendes: „Zollverein bleibt ein Leuchtturm. Um die Zukunft Essens brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, wir müssen selbstbewusster werden.“ Dem stimmte Dr. Gerd-Ulrich Kapteina vom Arbeitskreis 2030 zu: „Wir müssen Mut zu Größe und zu attraktiven Bauvorhaben haben. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass wir historische Bauten haben, die heimat- und identitätsstiftend sind.“ Ohne die Essener Bürgerschaft gelingt jedoch kein Fortschritt, waren sich die Podiumsgäste einig. Wenn die Bürgerinnen und Bürger Veränderungen weiterhin so positiv begegnen, lassen sich Herausforderungen meistern und zukunftsweisend lösen. Damals wie heute. Oder, um es mit Thomas Kufen zu sagen: „Wenn wir uns auf unsere eigene Kraft besinnen, bringt uns das nach vorne. Ein Aufstieg ist nötig und möglich.“

Die Gäste des 18. GENO TALKS:
Dr. Gerd-Ulrich Kapteina – Rechtsanwalt und Sprecher AK Essen 2030
Thomas Kufen – Oberbürgermeister der Stadt Essen
Oliver P. Kuhrt – Geschäftsführung der Messe Essen GmbH
Hermann Marth – Vorstandsvorsitzender Stiftung Zollverein
Wolfgang Thelen – Geschäftsführer Thelen Holding GmbH Essen

Heinz-Georg Anschott, Vorstandsvorsitzender der GENO BANK, begrüßt die Gäste im vollbesetzten Forum der BANK