GENO TALK mit Wulf Mämpel

„Essen- City of Design – Die Zukunft gehört den Kreativen“

Essen, 03.11.2014

 „Essen - City of Design: Die Zukunft gehört den Kreativen“ – so lautete der Titel des 12. GENO TALKS im Forum der GENO BANK mit Moderator Wulf Mämpel.
In seiner Begrüßung wies Heinz-Georg Anschott, Vorstandsvorsitzender der GENO BANK, darauf hin, dass Essen bereits 2010 als Bannerträgerin der Kulturhauptstadt Europas eine Entwicklung vom Industriestandort hin zur Metropole mit kreativer Prägung geschafft hat.

Eine hochkarätige Gästerunde mit den Designern Sebastian Baun und Torsten Gratzki, mit Kulturdezernent Andreas Bomheuer, EWG-Geschäftsführer Dr. Dietmar Düdden, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Zollverein, Hermann Marth und dem Rektor der Folkwang-Universität der Künste, Prof. Kurt Mehnert, diskutierte über den Sinn und die Bedeutung des Standortes Essen als Stadt des Designs.

Schon die simplen Zahlen beweisen: Essen ist längst Design-Hochburg, der angestrebte Titel „UNESCO-City of Design“ wäre nur noch der krönende Abschluss. In Essen arbeiten in der Kreativwirtschaft inzwischen 1.700 Unternehmen mit 13.000 Beschäftigten, die einen Umsatz von rund drei Milliarden Euro generieren. Einhellig erklärte die Talkrunde, Essen verfüge bereits heute über eine lebendige Design- und Kreativszene mit großem Entwicklungspotenzial und liefere schon heute wichtige Impulse für kreatives Denken, Innovation, Wachstum und Beschäftigung in Stadt und Region. Allein Zollverein würde in den nächsten Jahren das Design-Zentrum schlechthin: 60 Millionen Euro würden als zusätzliche Investition in den Designstandort gepumpt,  damit dort künftig über 700 Studenten eine neue Heimat finden könnten. Design sei der Humus, auf dem eine Stadt der Zukunft gedeihen könnte – und eine Gesellschaft mit einem „Open Mind“ eine attraktive Zukunft habe.

Moderator Wulf Mämpel erinnerte in der munteren Diskussion daran, dass Design schon seit jeher die Menschen fasziniert habe. Die Naturvölker, die Ägypter, Perser, Griechen, Römer und auch das Abend- und das Morgenland seien Keimzellen für Design gewesen – dargestellt beispielsweise auf den Gebieten der Architektur, der Keramik, der Waffen und der Mode. Ende November, so hofften alle Beteiligten im vollbesetzten Forum der GENO BANK, sei möglicherweise der Titel „UNESCO-City of Design“ die internationale Anerkennung für Essen. Sollte die Juryentscheidung anders ausfallen, so bleibt doch die Überzeugung, dass Essen auch heute schon als Designstadt international sehr gut platziert ist.