GENO TALK mit Wulf Mämpel

Die neue Deutschen – Wenn Integration auf Wirklichkeit trifft!

Essen, 15.10.2013

Zu diesem aktuellen Thema diskutierte beim GENO TALK mit Wulf Mämpel eine hochkarätige Gästeschar. Tenor der spannenden Diskussionsrunde: Ohne eine breite Bildung ist die Integration ausländischer Mitbürger besonders schwierig.

Auf dem Podium diskutierten: Muhammet Balaban, Unternehmer und stellvertretender Vorsitzender des Landes- Integrationsrates NRW, Esma May, stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Essen, Nelson Müller, in Ghana geboren, in Deutschland aufgewachsen, als TV- Sternekoch bekannt und Inhaber des Sterne-Restaurants „Schote“ in Essen- Rüttenscheid, Willi Overbeck, Pfarrer und Integrationsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Essen, Sozialdezernent Peter Renzel sowie Bischof Franz Vorrath, Integrationsbeauftragter des Ruhrbistums.

Angst vor der Besetzung ganzer Stadtteile mit „Fremden“ sei in Essen unbegründet, erklärte Renzel, denn die Stadt Essen tue sehr viel, um ausländischen Mitbürgern die Integration zu erleichtern. Für Migranten wie für Deutsche gelte aber auch: Je weniger Bildung und Ausbildung, je mehr Einbildung! „Ausländer raus“ habe im Ruhrgebiet, das immer eine Einwanderungsregion gewesen sei, keine Chance.

Die Talkteilnehmer wiesen darauf hin, dass es sehr viele gute Beispiel gebe, die belegten, dass Mitbürger mit Migrationshintergrund Firmen gründeten oder gute Jobs in der Wirtschaft besetzten. Dies sei der richtige Weg. Gerade auch die Kirchen würden gemeinsam ihre Integrationsprogramme abstimmen und gezielt erfolgreich einsetzen. Dass es überall schwarze Schafe gebe, bei Deutschgen und bei Ausländern, sei nun einmal die Realität, dennoch sei sowohl Essen als auch das Ruhrgebiet auf einem guten Weg zu einem sinnvollen und praktikablen Zusammenleben. Das müsse auch künftig das Ziel bleiben.

Für Moderator Wulf Mämpel, den ehemaligen Lokalchef der WAZ, war dieser 9. GENO TALK seine 200. Talkshow in Essen.