GENO BANK überschreitet Milliardengrenze

Starkes Wachstum im Kreditgeschäft sowie im Wertpapiergeschäft/ Hoher Gewinn dank starkem Zuwachs im Kundengeschäft und geringem Risikobedarf

Essen, 27.02.2014

Als starker Partner des Mittelstandes hat die GENO BANK im zurückliegenden Jahr ihr Kreditgeschäft weiter ausgebaut. Die gesteigerte Nachfrage der Essener Wirtschaft führte zu einem außergewöhnlich hohen Wachstum bei den Mittelstandsfinanzierungen. Das Gesamtkreditvolumen erhöhte sich um annähernd neun Prozent. Auch beim Gesamtanlagevolumen ist ein Zuwachs von knapp drei Prozent zu verzeichnen. Entsprechend steigerte sich die Bilanzsumme um acht Prozent und überschritt erstmals die Milliardengrenze. Das außerordentlich erfolgreiche Geschäftsergebnis lässt eine erneut erhöhte Rücklagenzuführung zu.

Gesamtanlagevolumen
Die Entwicklung im Passivbereich verlief stabil auf einem hohen Niveau. Die Kundeneinlagen wurden trotz massiver Umschichtungen in den deutlich gewachsenen Wertpapierbereich annähernd gehalten. Hier war ein Anstieg um 35 Millionen Euro, bzw. 11,4 Prozent, auf 340 Millionen Euro zu verzeichnen. Die bilanziellen Kundeneinlagen blieben mit einem Rückgang von 3 Millionen Euro annähernd stabil. Das gesamte Kundenanlagevolumen, bilanziell und außerbilanziell, stieg um 2,7 Prozent bzw. 32 Millionen Euro auf 1.208 Millionen Euro.

Der starke Anstieg im Wertpapierbereich ist insbesondere auf die Gründung einer eigenen Vermögensverwaltung vor zwei Jahren zurückzuführen. Das gesamte betreute Kundenanlagevolumen in der Vermögensverwaltung konnte auf rund 30 Millionen Euro gesteigert und damit mehr als verdoppelt werden.

Gesamtkreditvolumen
Im zurückliegenden Geschäftsjahr wuchs das Gesamtkreditvolumen um knapp neun Prozent bzw. 45 Millionen Euro auf 567,8 Millionen Euro. Das bilanzielle Wachstum von 32 Millionen Euro ist fast ausschließlich auf Investitionen der mittelständischen Wirtschaft zurückzuführen, wobei 50 Prozent der Kreditzusagen an Neukunden gemacht wurden. Die privaten Wohnbaufinanzierungen konnten im außerbilanziellen Bereich um 13 Millionen Euro gesteigert werden.

„Mit diesem für die Branche unerwartet hohen Wachstum von annähernd neun Prozent im Kundenkreditgeschäft sind wir sehr zufrieden“, so Anschott.

Betriebswirtschaftliche Entwicklung
Bedingt durch das seit Jahren niedrige Zinsniveau verlief das Fristentransformationsergebnis erwartungsgemäß rückläufig. Dem Rückgang im Zinsüberschuss von sechs Prozent steht eine Steigerung des Provisionsüberschusses von über sieben Prozent gegenüber. Der gesamte Rückgang der Erträge von 0,5 Millionen Euro lag unter zwei Prozent; sie reduzierten sich auf 27 Millionen Euro.

Der Ertragsrückgang konnte fast vollständig durch eine Reduktion der Verwaltungsaufwendungen um 0,4 Millionen Euro auf 19,1 Millionen Euro neutralisiert werden. „Das ist angesichts steigender regulatorischer Anforderungen ein echter Erfolg“, so Heinz-Georg Anschott.

Als sicherer und attraktiver Arbeitgeber beschäftigte die Bank zum Jahresende 178 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „In den letzten Jahren haben wir unseren Personalbestand über den Bedarf hinaus aufgestockt“, erläutert Heinz-Georg Anschott. „Für das Wachstum im Kundengeschäft sind wir somit bei gleichbleibendem Personalbestand für die nächsten Jahre gut aufgestellt.“

Für die nächsten Jahre geht der Vorstand von gleichbleibenden Verwaltungsaufwendungen aus. Das niedrige Bewertungsergebnis 2013 im Kundengeschäft und bei den Eigenanlagen reduzierte sich von 1,5 Millionen Euro auf 0,4 Millionen Euro.

Das Jahr 2012 war für die GENO BANK das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Bedingt durch das sehr niedrige Bewertungsergebnis konnte das ordentliche Geschäftsergebnis nach Bewertung nochmals um 1,1 Millionen Euro gesteigert werden.

Der Bilanzgewinn bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres, wobei die Rücklagenzuführung erneut um gut sechs Prozent gesteigert werden konnte. Darüber hinaus konnten, wie bereits in den Vorjahren, weitere stille versteuerte Reserven (nach § 340 f HGB) gebildet werden.

Durch Gesetzesänderungen auf europäischer Ebene wird die mögliche Anrechnung von stillen versteuerten Reserven als haftendes Eigenkapital begrenzt. Die GENO BANK hat daher einen Teil der stillen versteuerten Reserven (nach § 340 f HGB) in einer Größenordnung von fünf Millionen Euro aufgelöst und in den Fonds für allgemeine Bankrisiken (offene Reserve nach § 340 g HGB) im Rahmen einer Vorwegzuführung eingestellt. Es ist beabsichtigt, vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreter- versammlung, die Rücklagen um 2,5 Millionen Euro auf 48,9 Millionen Euro zu dotieren.

„Die viel diskutierten Kriterien zur Umsetzung von Basel III erfüllt unser Haus mit einer Kernkapitalquote von 14,8 Prozent und einer Gesamtkapitalquote von gut 17 Prozent schon heute“, so Heinz-Georg Anschott. Per Jahresanfang 2014 beträgt die Kernkapitalquote 15,9 Prozent, da bisher anzusetzende Kapitalabzüge entfallen sind. Für den Bestand übertreffen wir bereits heute die Anforderungen nach Basel III um 2,9 Prozent. Dies bedeutet freies Kernkapital für über 100 Millionen Euro Kreditzusagen für den Mittelstand. Mit den weiteren Rücklagenzuführungen in den nächsten Jahren kann darüber hinaus Kreditwünschen unserer Kunden entsprochen werden.

„Insgesamt verlief die Geschäftsentwicklung der GENO BANK äußerst zufriedenstellend“, so der Vorstandsvorsitzende. Die Planwerte seien erreicht und teilweise sogar deutlich übertroffen worden.

 „Die genossenschaftlichen Werte und unsere ausgeprägte Kundenorientierung finden große Akzeptanz“, so Anschott weiter. Das belegt auch die Zahl der Mitglieder bei der GENO BANK. So wurden im zurückliegenden Jahr 883 neue Mitgliedschaften gezeichnet. Insgesamt liegt die Anzahl der Mitglieder jetzt bei knapp 21.000.

Die Eigentümer bzw. Bankteilhaber der GENO BANK sehen ihre Mitgliedschaft als langfristige Beteiligung. Daher orientiert sich die Dividendenhöhe an der Kapitalmarktentwicklung. Vorstand und Aufsichtsrat werden, so Anschott, der Vertreterversammlung eine Dividende in Höhe von drei Prozent vorschlagen. Diese liegt damit – wie in den vergangenen Jahren auch – um ein Prozent über dem 10- Jahres-Satz.

Ausblick 2014
Entgegen dem derzeitigen Trend im Bankensektor erweitert die GENO BANK in diesem Jahr ihr Filialnetz. Nach der Eröffnung unserer Geschäftsstelle in Rüttenscheid im Jahr 2012 werden wir unser Filialnetz erneut ausbauen. „Mit der Eröffnung des Beratungszentrums in Kettwig im Sommer 2014 deckt das Netz unserer Geschäftsstellen das gesamte Stadtgebiet ab“, so Heinz-Georg Anschott.

Das Geschäftsmodell der GENO BANK und die permanente Weiterqualifizierung der Mitarbeiter sowie ein einmaliges Service-Konzept haben die Tester von Focus Money und n-tv überzeugt: Bei sieben Bankentests in fünf Jahren konnte die GENO BANK fünf Mal als Testsieger überzeugen. „Diese Auszeichnung dokumentiert die Kontinuität unserer Beratungs- und Servicequalität“, freut sich Anschott.

Den zukünftigen Herausforderungen blickt die GENO BANK optimistisch entgegen. Für die Zukunft erwartet die Bank eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Belebung und geht weiterhin von einer hohen Kreditnachfrage aus. Mit einer Liquidität in Höhe von 475 Millionen Euro und haftenden Eigenmitteln, die über den zukünftigen Anforderungen von Basel III liegen, ist die GENO BANK für die voll umfängliche Bedienung der Kundennachfrage bestens gerüstet, wobei sie ein Kreditwachstum von fünf bis zehn Prozent erwartet. Für 2014 plant das Institut eine Steigerung des Betriebsergebnisses vor Bewertung um 6 Prozent auf 8,8 Millionen Euro.

Anschott: „Mit unserer Geschäftsstrategie sind wir gut aufgestellt. Wir sind optimistisch, trotz der sich verschärfenden Rahmenbedingungen wie zunehmender Regulatorik und politisch gewollter Niedrigzinsphase, auch in Zukunft unsere Ziele zu erreichen.

Alle sehen die Herausforderungen dieser Zeit. Wir sind ihnen - was unsere Zahlen belegen - erfolgreich begegnet.“