„Stern des Sports“ in Bronze leuchtet über TLV Germania

GENO BANK zeichnet Leichtathleten aus Überruhr für Engagement aus

Essen. Sie gelten als „Oscar des Breitensports“ und honorieren das so-ziale Engagement der Vereine und den gesellschaftlichen Einsatz. Und es gibt sie in Gold, Silber und Bronze: Die „Sterne des Sports“. Initiatoren des wohl bedeutendsten Breitensportpreises in Deutschland sind der Deutsche Olympische Sportbund und die Gruppe der Genossenschafts-banken. Träger des Wettbewerbs auf lokaler Ebene ist die GENO BANK. In ihren Räumlichkeiten erfolgte in der vergangenen Woche die Bekanntgabe und Auszeichnung der Ortssieger.

Insgesamt acht Vereine aus dem gesamten Stadtgebiet hatten sich um den „Stern des Sports“ in Bronze beworben, von denen sechs die Aus-schreibungsbedingungen erfüllten. Das Rennen für sich entschieden hat der TLV Germania 1901 aus Überruhr. Mit einem ganzheitlichen Integra-tionskonzept für Kinder und Jugendliche wusste er die fünfköpfige Jury um den Kultur-, Sport- und Integrationsbeigeordneten Andreas Bomheuer zu überzeugen. Weitere Jurymitglieder waren neben dem Vorstandsvorsitzenden der GENO BANK, Heinz-Georg Anschott, noch Wolfgang Rohrberg, Geschäftsführer des Essener Sportbundes, Sabine Schmitz, Tennisspielerin mit deutschen und internationalen Titeln sowie Jan Schäfer, ehemaliger Weltklasse- Kanute.

Der TLV Germania 1901 zählt aktuell mehr als 200 Nachwuchs-Leichtathleten in seinen Reihen, darunter junge Flüchtlinge, gehörlose Sportler oder verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche. Ihnen allen bietet Germania nicht nur eine sportliche Heimat, sondern beispielsweise auch schulische Hilfsangebote. Kooperationen bestehen dazu mit einem Gymnasium und der Jugendhilfe Adler. Der Lohn für die Germania: 1.500 Euro Preisgeld und der „Große Stern des Sports“ in Bronze und damit das Ticket für den NRW-Landesentscheid am 23. September 2015. Freudestrahlend nahmen Vertreter des Vereins beides bei der Siegerehrung im Forum der GENO BANK in Empfang. Knapp dahinter landete der Sport Club Frintrop 05/21 auf dem zweiten Rang. Der Verein hatte sich mit dem Projekt „Frintrop lebt – Sport und Begegnung am Schemmannsfeld“ beworben. Das Thema: Behinderte und nicht-behinderte Menschen über den Sport zusammenführen, ein noch besse-res Miteinander schaffen und die Lebensqualität im Stadtteil verbessern. Mit dem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro dürfte sich jetzt der eine oder andere bislang unerfüllte Wunsch verwirklichen lassen.

Platz 3 geht an die Hockey-Abteilung vom ETB Schwarz-Weiß Essen. Der Verein hat sich des Themas „sexualisierte Gewalt im Sport“ ange-nommen und leistet hier vorbildliche und bislang eher seltene Präventi-onsarbeit. Dieses Engagement honorierte die Jury mit 500 Euro Preis-geld.

Zur Siegerehrung, die von Professor Jan Kirschniok am Klavier musika-lisch umrahmt wurde, waren auch die drei nächstplatzierten Vereine eingeladen. Ihre Vertreter mussten nach Prämierung und abschließen-dem lockeren Beisammensein nicht mit leeren Händen nach Hause ge-hen. Jeweils 250 Euro gab von der GENO BANK für den TC Grün-Weiß-Schönebeck (Thema „Tennis als Teamsport“), den Turnverein Karnap (Aktion „Leben ohne Partner meistern“) und die Hot Rolling Bears aus Altenessen (Projekt „Rollstuhl-Basketballmannschaft aus behinderten und nicht-behinderten Sportlern“).

von links: Heinz-Georg Anschott, Vorstandsvorsitzender GENO BANK, Elfi Ettelt, Georg Neuser, Tim Husel und Reiner Proplesch vom Gewinner TLV Germania Überruhr (Foto: Lukas)