Erfolgreichstes Jahr der Geschichte

Vertreterversammlung der GENO BANK ESSEN

Heinz-Georg Anschott sieht weiteres Wachstum
Geschäft mit den Firmenkunden legt weiter zuEssen.


Die GENO BANK ESSEN bleibt auf Erfolgskurs. Das Anlagevermögen der Mitglieder und Kunden legte zu, das Kreditgeschäft in der Region ebenfalls. Auf der Vertreterver-sammlung am Dienstag sprach Vorstandsvorsitzender Heinz-Georg Anschott vom „erfolgreichsten Jahr in der 128-jährigen Geschichte“. Für den Aufsichtsrat wurden Veronika Lühl, Dr. Stefan Beckmann und Friedrich Hegemann erneut für drei Jahre im Amt bestätigt.

In der Philharmonie hatte Anschott zuvor berichtet, dass die in der Bilanz erfassten Kundeneinlagen in 2014 um 4,5 Pro-zent auf knapp 845 Millionen Euro gestiegen seien. Auch das an Verbundpartner vermittelte Vermögen nahm zu, und zwar um gut 9 Prozent auf 477 Millionen Euro. Die Wertpa-pierbestände der Kunden wuchsen um annähernd 12 Pro-zent. „Die Gründung einer eigenen Vermögensverwaltung vor drei Jahren hat zu dem deutlichen Ausbau beigetragen“, so der Vorstandsvorsitzende.

Das Gesamtanlagevolumen der Privatkunden hat sich um 3,4 Prozent auf 915 Millionen Euro erhöht, bei den Firmen-kunden um knapp 20 Prozent auf 94 Millionen Euro. Auch bei den sonstigen Kunden stieg das Volumen um 7,7 Prozent auf knapp 264 Millionen Euro. „Das niedrige Zinsniveau und die flache Zinsstrukturkurve, die kaum Mehrertrag für längere Laufzeiten ermöglicht, haben erhebliche Auswirkungen auf das Anlageverhalten unserer Kunden“, analysierte Anschott: „Von knapp 800 Millionen Euro bilanziellen Einlagen wurden über 90 Prozent kurzfristig angelegt.“ Mit der Entwicklung des Gesamtanlagevolumens – insbesondere des Wertpapiergeschäftes – zeigte er sich trotzdem sehr zu-frieden.

Das Gesamtkreditvolumen stieg um über 4 Prozent auf knapp 600 Millionen Euro, der bilanzielle Anteil lag bei gut 400 Millionen Euro. Der Bereich der Finanzierungen für Fir-menkunden weist einen Zuwachs von 6,5 Prozent auf 170 Millionen Euro aus. „Die stark gestiegenen Finanzierungen der mittelständischen Wirtschaft belegen, dass die GENO BANK der ideale Partner für einen starken  Mittelstand ist“, so Anschott. Ebenso sind die Kreditzusagen von knapp 100 Millionen Euro fast ausschließlich auf dieses Kundensegment zurückzuführen.

Im außerbilanziellen Bereich wuchs das Kreditvolumen um über 10 Prozent auf gut 180 Millionen Euro. Das Vermitt-lungsgeschäft mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall und der R+V Versicherung legte deutlich zu auf knapp 100 Milli-onen Euro. Mit der Entwicklung im außerbilanziellen Bereich zeigte sich der Vorstandsvorsitzende zufrieden.

Von der hohen Nachfrage privater Bauvorhaben profitierte die GENO IMMOBILIEN GmbH, eine Tochter der GENO BANK. Sie hat im vergangenen Jahr  110 Objekte mit einem Volumen von über 23 Millionen Euro vermittelt.

Trotz der historisch niedrigen Zinsen lag der Zinsüberschuss der GENO BANK mit knapp 20 Millionen Euro fast 2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Provisionsüberschuss wuchs um fast 10 Prozent auf 7,8 Millionen Euro. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen weisen ein Plus von rund 4 Pro-zent auf gut 20 Millionen Euro auf. Die Personalkosten stie-gen um sechs Prozent auf 11,3 Millionen Euro auf Grund ta-riflicher Erhöhungen sowie der Besetzung offener Stellen. „Derzeit bilden wir 16 junge Menschen aus, um sicherzustel-len, dass wir mit gut ausgebildetem Personal qualifizierte Bankdienstleistungen anbieten können“, erläuterte Anschott.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Bewertung sei mit 8,6 Millionen Euro das Beste in der Geschichte der Bank, bilanzierte der Vorstandsvorsitzende. Der Jahres-überschuss nach Steuern wurde um 8,5 Prozent auf über 3 Millionen Euro gesteigert. Vorstand und Aufsichtsrat schlugen vor, die Rücklagen um 2,75 Millionen Euro zu erhöhen und eine Dividende von drei Prozent auszuschütten.

„In Erwartung einer positiven, regionalen Wirtschaftsentwick-lung rechnen wir im Kundenkreditgeschäft mit einem Wachs-tum im mittleren zweistelligen Millionenbereich“, so Anschott. Dabei ging er von weiterhin niedrigen Zinsen aus. Im Einla-gengeschäft mit Privat- und Firmenkunden strebt die GENO BANK konstante Bestände an. Insgesamt erwartet der Vor-stand ein sinkendes, aber noch zufriedenstellendes Zinser-gebnis und einen höheren Provisionsüberschuss. „Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus werden wir das außergewöhnlich gute Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit nicht ganz er-reichen können“, so Anschott. Der Vorstand geht für das Jahr 2015 von einem leicht rückläufigen Betriebsergebnis der normalen Geschäftstätigkeit aus.

Heinz-Georg Anschott, Vorstandsvorsitzender