23.06.2017 GENO BANK: Wachstum durch Nähe zum Kunden

Eine positive Grundstimmung zeigte sich auf der diesjährigen Vertreterversammlung der GENO BANK. Das ist für ein Kreditinstitut in der anhaltenden Niedrigzinsphase keinesfalls selbstverständlich. Mit kreativen, kundenorientierten Konzepten gelang es der GENO BANK im vergangenen Jahr trotz steigender Regulierungskosten ihren Jahresüberschuss zu steigern. Davon haben sich am 19. Juni die Vertreter der rund 21.500 Mitglieder überzeugt.

Unter dem Vorsitz von Aufsichtsrat Peter Brinkmann erhielten die Mitgliedervertreter aufschlussreiche Einblicke in das Geschäftsjahr 2016 und fassten die notwendigen Beschlüsse. Musikalisch unterlegt wurde die Veranstaltung von Schülerinnen der Folkwang Musikschule. Die beiden Jung-Elevinnen der S-Klasse My Linh Do und Deborah Berliku sind frisch gekürte Bundessieger beim diesjährigen Wettbewerb „Jugend musiziert“ und begeisterten ihr Publikum.


Überschuss sichert Rücklagen
Das bilanzielle und außerbilanzielle Gesamtanlagevolumen erhöhte sich auf 1,13 Milliarden Euro, primär getragen durch ein Wachstum von 4 Prozent bei den Privat- und Firmenkunden. Das Gesamtkreditvolumen (bilanzielles und außerbilanzielles) erhöhte sich um 5,8 Prozent auf 650 Millionen Euro, wobei sich das Wachstum insbesondere bei den Firmenkunden mit über 9 Prozent sehr positiv darstellt. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor Bewertung konnte mit 5 Millionen Euro auf Vorjahresniveau gehalten werden.
Aus ihrem Jahresüberschuss von rund 3,2 Millionen Euro schüttet die GENO BANK in diesem Jahr 420.000 Euro, einer Rendite von 2,5 Prozent entsprechend, an ihre Anteilseigner aus. Weiterhin werden aus dem Überschuss unverändert Rücklagen in Höhe von 2,75 Millionen Euro gebildet – so kann die Bank ihre überdurchschnittlich hohe Kernkapitalquote auf über 19,1 Prozent ausbauen.


Konzepte für die Zukunft
Der Vorstandsvorsitzende Heinz-Georg Anschott verdeutlichte in seinem Bericht die Herausforderungen, der sich eine Genossenschaftsbank heute stellen muss. So nutzt zum Beispiel fast die Hälfte der Bankkunden ihre Filiale selten bis gar nicht mehr. Die klassische vis-à-vis-Beratung wird von Telefon, E-Mail oder Chat abgelöst. Viele Banken dünnen demzufolge ihr Filialnetz aus. Die GENO BANK setzt hingegen auf sogenannte Tandem-Filialen, bei denen jeweils zwei Standorte von einem Service- und Beraterteam betreut werden. Die Tandemfilialen sind zwar nicht mehr an allen Werktagen geöffnet, dafür bleiben aber Standorte und Personal erhalten. Darüber hinaus stehen Telefonberatung und Chat für eine erweiterte Erreichbarkeit bis 19:30 Uhr zur Verfügung. Präsenzen in Social-Media-Kanälen und GENO-Apps gehören ebenfalls zum Gesamtpaket. „Unsere Kunden nehmen diese Angebote sehr positiv auf“, resümierte Heinz-Georg Anschott vor den Mitgliedervertretern. Auch im Immobilienbereich geht die Bank neue Wege. Mit einem Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro entstehen rund 270 attraktive und moderne Wohnungen in bester Lage. Die dadurch erzielten Mieteinnahmen sollen den reduzierten Zinsüberschuss teilweise kompensieren. Das Bankparlament, wie die Vertreterversammlung auch genannt wird, war bei sämtlichen Beschlüssen einig, und hat die drei Aufsichtsratsmitglieder Peter Brinkmann, Dr. Jochen Berninghaus und Theodor Damann einstimmig wiedergewählt. Ohne Gegenstimme wurde auch der Jahresabschluss festgestellt, Vorstand und Aufsichtsrat entlastet und der Gewinnverwendungsvorschlag beschlossen.

Die GENO BANK ist also auch in herausfordernden Zeiten bestens aufgestellt. Der Vorstand plant für das nächste Jahr Wachstum in allen Bereichen. Allein im Firmenkundengeschäft wird eine Ausweitung des Kreditgeschäfts von 25 Millionen Euro erwartet. Heinz-Georg Anschott schloss seine Ausführungen mit dem Ausblick, „dass es uns gelingen wird, mit Qualität im Beratungs  und Dienstleistungssektor sowie einer dauerhaften Realisierung des von den Mitgliedern der Bank nachhaltig befürworteten genossenschaftlichen Geschäftsmodells die gesteckten Ziele im Jahr 2017 zu erreichen.“